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TODESDISKO

Auf den Punkt gebracht: TODESDISKO machen Punkrock. Und zwar ehrlichen. Das zeigt sich sowohl in der Musik als auch bei den Texten der zwei Endzwanzigern. Bei der Produktion ihrer zweiten EP, dem Todestape II wurde auf technologischen Schnickschnack, Metronome oder mathematische Genauigkeit verzichtet. Stattdessen ist die EP das, was Gitarrenmusik sein sollte – zwei Freunde, die in einem Raum stehen und lärmen. Da darf der Snareschlag auch mal daneben gehen oder die Gitarre in einem stillen Moment aufheulen. Das Gefühl macht die Musik.
Auch bei den Texten ist Ehrlichkeit Trumpf. Hier geht es um Sex, Suizid und Suff anstatt um Heimatliebe und sRöseli aus der Dorfbeiz. TODESDISKO singen über Situationen, die wohl jeder stadtansässige Single kennt, der sich einfach nicht entschliessen kann, was er im Leben will. Über das letzte Bier, das eines zu viel war. Über den Sex mit der Ex-Freundin, obwohl dieser eigentlich nur noch weh tut. Über die Dunkelheit, die sich an manchen Tagen aufdrängt, und einfach nicht mehr weggeht. Doch auch über den Glauben an die grosse Liebe – und warum der Alltag ihr schlussendlich doch immer im Weg steht.
TODESDISKO ist wohl keine Musik für das Tagesprogramm im Radio. Zu kompromisslos die Einstellung zur Kunst, zu schwer die Themen, zu kratzig der Gesang. Es ist aber Musik, in der Herzblut steckt. Es ist Musik, die etwas anderes versuchen will. Es ist Musik, die es braucht.

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