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LEONIDEN

Inzwischen kommt an den Leoniden eigentlich niemand mehr vorbei: Indie-Rock-Hymnen wie „Kids“, „Nevermind“ und „Sisters“ haben dafür gesorgt, strahlende Popsongs voller kinetischer Energie, mit Ecken und Kanten und cineastisch-großformatigen Refrains. Man muss das selbst erlebt haben: Auf einem Leoniden-Konzert wird das Publikum zum Kollektiv. Die Grenzen zwischen Band und Zuschauern verschwimmen. Ein Gefühl, wie man es eher in Berliner Technoclubs am Ende endorphingeschwängerter Nächte erwartet. Alles geht: Ein Gitarrist, der sein Instrument auf dem eigenen Kopf zerschlägt. Bongos im Circle-Pit. Stagedives und Highfives. Schließlich gibt es nur cool und uncool und wie man sich fühlt. Und nur wenige Erfahrungen, die so herzergreifend entgrenzend sind wie ein Konzert dieser komplett wahnwitzigen Band aus der norddeutschen Quasi-Provinz. Aus Kellern wurden Clubs, aus Clubs wurden Hallen – aber nach wie vor gilt: Wenn die Leoniden auf Tour gehen, dann steigen fünf beste Freunde zusammen in einen Bus, um den Alltag hinter sich zu lassen, eine gute Zeit zu haben und jeden Tag Vollgas zu geben. Einen Looping machen, nennen sie das.

Und weil Jakob Amr, Lennart und Felix Eicke, JP Neumann und Djamin Izadi noch immer nicht genug voneinander haben, kündigen sie jetzt ihre bisher größte Tour für 2020 an, während sie den schon jetzt nahezu komplett ausverkaufte dritten Teil ihrer „Kids Will Unite“-Tour 2019 noch vor sich haben. Nach der Tour ist vor der Tour. Leoniden-Style halt.

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