BeurreNeuchâtel, Zürich
Getrieben vom Wunsch, die transformative Kraft von Harsh Noise und überwältigender Lautstärke zu kanalisieren, formt Beurre eine extreme Spielart des Metal, die sich wie Mantras und Meditationen entfaltet und in die chaotischen Gefilde von Fremdartigkeit und Entropie driftet. So wild und donnernd die Stücke in ihrer Ausführung auch sein mögen, sie ruhen auf zerbrechlichen Fäden der Hoffnung, die sich durch das rohe, immersive Aura der Band ziehen und es erhellen.
Mit nichts als der Energie und Präsenz der drei Musiker auf der Bühne treibt diese radikale Reduktion auf Bass, Schlagzeug und Stimme zu einem absoluten Maximalismus der Verzerrung. Stampfend und geerdet, bebend und entschlossen verausgaben sie sich im Verlauf ihres Sets, bis die rohe Intensität des Klangs in eine katalytische Transzendenz übergeht. Nichts bleibt ungelöst in dieser stroboskopischen Stunde des Doom – und vielleicht verlässt man den Raum mit einer geschärften Fähigkeit, Dinge und sich selbst loszulassen, nachdem man dieses reinigende Ritual der Verrenkung durchlebt hat.
